Gericht

Opferschutzrecht 

 

 Opferschutz aus Bremen 

Opfer von Straftaten stehen häufig allein da und sind konfrontiert mit den Fragen der Polizei, Ladungen von Gerichten und müssen nebenher die Folgen der Tat verarbeiten. An dieser Stelle ist es wichtig, eine alleinige Ansprechpartnerin zu haben, die Sie durch das gesamte Verfahren begleitet und den Überblick erhält. Die Aufgabe der anwaltlichen Opfervertretung ist es die Interessen des Opfers durchzusetzen und dem Opfer in schwierigen Zeit Schutz zu bieten.

 

Rechtsanwältin Coordes - Ihre Expertin im Opferrecht

Bei Fragen zum Thema Opferrecht besticht Frau Coordes nicht nur mit ihrer fachlichen Kompetenz, sondern auch mit Empathie. Egal mit welchem Anliegen Sie zu Frau Coordes kommen werden, sie wird Ihnen stets auf Augenhöhe begegnen. Frau Coordes konnte bereits während des Referendariats durch ihre Nebentätigkeit am Landgericht Bremen im Strafrecht Erfahrungen sammeln. Während ihrer Tätigkeit als Rechtsanwältin hat sie bereits Nebenklagevertretungen erfolgreich durchgeführt.

 Unsere Expertin 

 Mareike Katharina Coordes 

 Rechtsanwältin 

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 Gewaltschutz 

-Gewaltschutz

Wenn eine Person kürzlich Opfer einer Gewalttat geworden ist oder werden einer Person schwere Gewalttaten angedroht, so kann diese Person zu ihrem Schutz beim Gericht einen Gewaltschutzbeschluss beantragen. Der gewalttätigen Person wird es dann verboten sich dem Schutzsuchenden oder deren Wohnung zu nähern, diese per Telefon, SMS, E-Mail etc zu kontaktieren oder Orte aufzusuchen an denen sich das Opfer gewöhnlicherweise aufhält. Bei einer Zuwiderhandlung erhält der Täter eine Geldstrafe.

Die Voraussetzungen des Gewaltschutzbeschlusses sind, dass in den letzten zwei bis drei Wochen Drohungen einer schweren Gewalttat ausgesprochen wurden oder es in der Vergangenheit einen gewalttätigen Angriff gab. In diesen Angelegenheiten ist es sinnvoll sich anwaltlich vertreten zu lassen. So können der direkte Kontakt mit dem Täter und Fehler beim Stellen des Gewaltschutzantrags vermieden werden.

 

 Nebenklage 

Vertretung der Nebenklage im Strafverfahren

Opfer von Straftaten werden nicht automatisch Teil der Strafverfahren. Sie sind regelmäßig „nur“ Zeugen. Als Zeugen erhalten auch die Geschädigten der Straftat keinen Einblick in das Ermittlungs- und Strafverfahren und haben auch keine Antragsrechte während der Hauptverhandlung bei Gericht bzw. die Möglichkeit Revision oder Berufung einzulegen. Die geschädigte Person kann sich jedoch mit einer Nebenklage dem Strafverfahren anschließen und erhält so die Möglichkeit das Strafverfahren zu beeinflussen. Die Möglichkeit der Nebenklage ist jedoch auf die folgenden Straftaten begrenzt:

 

  • Sexualstraftaten

Opfer von Sexualstraftaten haben oft ihr Leben lang mit den Folgen der Tat zu kämpfen. Regelmäßig stellt das Strafverfahren für die Betroffenen eine erheblich Belastung dar. Daher ist es besonders wichtig, dass diese Personen sich bereits vor der Anzeige bei der Polizei anwaltlichen Rat einholen. Während des Strafprozess ist es die Aufgabe der Nebenklagevertretung darauf zu achten, dass alle Beweise ordnungsgemäß erhoben werden. Sollte das Gericht einen Beweis übersehen haben, kann die Nebenklagevertretung einen entsprechenden Beweisantrag stellen. Opfer von Sexualstraftaten fällt eine Aussage vor Gericht - und damit auch vor dem Täter - häufig sehr schwer. Die Nebenklagevertretung kann bei Bedarf veranlassen, dass die Aussage der geschädigten Person nicht vor dem Täter geschehen muss - z. B. durch den Antrag auf Vernehmung per Video. Da jeder Fall individuell ist, werden wir Sie im Einzelfall beraten.

 

  • Tötungsdelikte

Bei Tötungsdelikten können die Eltern, Kinder, Ehegatten, Geschwister oder Lebenspartner sich als Nebenkläger dem Strafverfahren anschließen und so sicherstellen, das die Rechte ihres verstorbenen Angehörigen gewahrt werden.

 

 

  • Schmerzensgeld

Wenn Sie durch das Verhalten einer anderen Person verletzt wurden, können Sie Schmerzensgeld gegen den Täter geltend machen. Das Schmerzensgeld kann bereits im Strafverfahren - im sog. Adhäsionsverfahren - geltend gemacht werden oder in einem eigenständigen Verfahren vor einem Zivilgericht. Welche Art der Geltendmachung die bessere ist, hängt vom Einzelfall ab und sollte taktisch abgewogen werden. 

 Opferentschädigungsrecht 

 

Der Staat gibt Opfern von Straftaten einen Entschädigungsausgleich in Form einer Rente. Wie hoch diese Rente ausfällt hängt von dem Grad der Schädigung ab und ob diese Schädigung einen Einfluss auf den beruflichen Werdegang hat. Häufig sind diese Verfahren langwierig und frustrierend für die Antragssteller. In den meisten Fällen lohnt sich jedoch ein Widerspruch und ggf. eine Klage gegen die Ablehnung der Opferentschädigung. Gerne beraten wir Sie und bearbeiten für Sie die Widerspruchs- und Klageverfahren.